Das RIEK wird als föderiertes akademisches Netzwerk organisiert, das Forschende und Fachleute aus verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen miteinander verbindet. Die Mitgliedschaft im Netzwerk hat persönlichen Charakter und beruht auf der akademischen Laufbahn sowie dem Engagement für seine wissenschaftlichen Ziele.
Universitäten und Forschungseinrichtungen werden als kooperierende Einrichtungen über nationale oder regionale Sektionen am Netzwerk RIEK mitwirken und zur Entwicklung wissenschaftlicher Aktivitäten sowie zu dessen institutioneller Ausrichtung beitragen. Die Mitgliedschaft wird ausschließlich natürlichen Personen vorbehalten sein.
Die Leitungsstruktur des Netzwerks RIEK zielt darauf ab, die wissenschaftliche Autonomie ihrer Mitglieder mit der notwendigen institutionellen Unterstützung in Einklang zu bringen, um Stabilität und Kontinuität zu gewährleisten.
Die Governance des Netzwerks RIEK wird sich an den folgenden Grundsätzen orientieren und nach diesen gestaltet werden:
- Akademische Freiheit, verstanden als Gewährleistung wissenschaftlicher Unabhängigkeit in Forschung, Lehre und Diskussion.
- Epistemologische Pluralität als Anerkennung der Legitimität unterschiedlicher Ansätze in Rechtstheorie und Rechtsphilosophie.
- Wissenschaftliche Zusammenarbeit zur Förderung gemeinsamer und koordinierter Arbeit zwischen Forschern, Sektionen und kooperierenden akademischen Institutionen.
- Regionale Inklusion zur Förderung einer ausgewogenen Beteiligung des gesamten iberoamerikanischen Raums.
- Sprachliches Gleichgewicht, ausgerichtet auf die Förderung eines inklusiven wissenschaftlichen Austauschs in den Sprachen des iberoamerikanischen Raums. Die offiziellen Sprachen des Netzwerks RIEK sind Spanisch und Portugiesisch; darüber hinaus wird die Verwendung des Deutschen und des Englischen als Sprachen der technischen und bibliographischen Zusammenarbeit anerkannt. Das Netzwerk RIEK wird zudem die akademische Präsenz weiterer lebender Sprachen des iberoamerikanischen Raums fördern.
- Gleichheit in Repräsentation und Teilhabe, mit besonderer Berücksichtigung der generationellen und geschlechtlichen Vielfalt.
Das RIEK befindet sich im Prozess seiner formellen Konstituierung als Verein nach österreichischem Recht. Während der vorstatutarischen Phase wird die operative Koordination von Gonzalo Villa Rosas in ständigem Austausch mit dem Hans Kelsen-Institut (Wien) und der Hans-Kelsen-Forschungsstelle (Universität Freiburg) wahrgenommen. Die Entscheidungen betreffend den künftigen Verein RIEK werden im gegenseitigen Einvernehmen zwischen den Unterzeichnern des bei der Eröffnungssitzung am 4. Februar 2026 in Bogotá unterzeichneten Absichtsdokuments getroffen. Nach der formellen Konstituierung als Verein nach österreichischem Recht wird die Governance der RIEK von drei zentralen Organen ausgeübt werden:
