Das Netzwerk RIEK entstand im Jahr 2025 aus der Zusammenführung verschiedener wissenschaftlicher Initiativen zum Studium des Denkens von Hans Kelsen, insbesondere solcher, die mit dem Projekt der spanischen Übersetzung des Werkes Hans Kelsen. Biographie eines Rechtswissenschaftlers, verfasst von Thomas Olechowski, verbunden waren. In diesem Zusammenhang zeigte der akademische Dialog zwischen Forschenden aus Lateinamerika und Europa die Möglichkeit auf, ein dauerhaftes Kooperationsnetzwerk zu etablieren.
Der erste Vorschlag zur institutionellen Strukturierung sowie zur Ausarbeitung eines Satzungsentwurfs wurde im Mai 2025 im Rahmen einer von Gonzalo Villa Rosas angestoßenen wissenschaftlichen Initiative formuliert und anschließend ab September 2025 im Dialog mit Kolleginnen und Kollegen des Hans Kelsen-Instituts (Wien) sowie mit auf die kelsenianische Tradition spezialisierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem europäischen und lateinamerikanischen akademischen Umfeld weiterentwickelt.
Einen maßgeblichen Meilenstein im Konsolidierungsprozess stellte die Durchführung des I. Kongresses des Netzwerks RIEK im Jahr 2026 dar, der in Bogotá und Medellín stattfand, gemeinsam mit der Eröffnungssitzung des Netzwerks, in deren Rahmen die Grundlagen seiner institutionellen Ausgestaltung und seiner internationalen Ausrichtung vorgestellt wurden.
Seitdem hat sich das Netzwerk RIEK als ein kooperativer akademischer Raum konstituiert, der darauf ausgerichtet ist, die wissenschaftlichen Verbindungen zwischen Lateinamerika und Europa im Hinblick auf das Denken Hans Kelsens sowie auf die übrigen Vertreter der Wiener rechtstheoretischen Schule zu stärken.
